Willkommen auf der Homepage der Schule für Kinder beruflich Reisender

Hervorgehoben

Wir freuen uns, dass Sie uns im Internet gefunden haben und möchten Ihnen hier einen Einblick in unsere Arbeit geben.
Sie finden unter diesem kurzen Text einen kurzen Imagefilm über unsere Arbeit und Hinweise zu weiteren Publikationen über uns.

Wenn Sie sich weitergehend informieren möchten, finden Sie im oberen Menü Ansprechpartner, Details zu unserem Team und unseren Arbeitsfeldern.
Viel Spaß beim Stöbern und Informieren wünscht Ihnen Ihr
SfKbR-Team

Imagefilm der SfKbR

Hervorgehoben

Zum Kennenlernen unseres Schulprojekts haben wir einen Imagefilm erstellt, den Sie sich hier ansehen können:

„Von Festplatz zu Festplatz“ – Das Angebot der Kita bR

Nach einem gelungenen Saisonstart auf den Frühlingsfesten in Kassel und Gießen ist die Kita für Kinder beruflich Reisender nun regelmäßig auf verschiedenen Festplätzen anzutreffen. Die Nachfrage nach unserem frühkindlichen Bildungsangebot auf Festplätzen ist groß. Viele Kinder von Schaustellerfamilien freuen sich über unsere vielfältigen Spiel-, Lern,- und Bastelangebote. Diese Kinder haben sonst nicht die Möglichkeit eine Kita zu besuchen. Und hier können sie diese tollen Angebote mit gleichaltrigen Kindern genießen. Unser Angebot passen wir an die Rahmenbedingungen des jeweiligen Festplatzes an. So können wir beispielsweise bei Bedarf unser Kitamobil durch ein Außengelände erweitern, dazu haben wir einen geeigneten Zaun angeschafft.

Doch nicht nur auf den großen Festen, wie auf der Dippemess in Frankfurt, ist die Kita bR vertreten. „Wir kommen dort hin, wo uns die Familien brauchen.“ So waren auch schon kleinere Feuerwehrfeste in Lich und Laubach dabei. Die Kinderanzahl variiert von Fest zu Fest, im Schnitt sind es vier bis fünf Kinder, welche in den Tagen der Feste zu einer kleinen Kita-Gruppe werden. Die Resonanz der Schaustellereltern ist großartig. Sie und die Kinder freuen sich über jedes Angebot der Kita für Kinder beruflich Reisender. „Wir freuen uns, dass es so ein Angebot von euch gibt und dass es meiner Kleinen bei euch hier so gut gefällt. Danke an euch und euer Team!“, so eine glückliche Mama.

Fahrsicherheitstraining mit den Lernmobilen der SfKbR

Jede Lehrkraft legt jährlich mehrere Tausend Kilometer mit dem Lernmobil zurück, um den Schülerinnen und Schülern der Schule für Kinder beruflich Reisender ein verlässliches Unterrichtangebot zu garantieren. Egal ob bei 40 Grad im Sommer oder bei Regen, Sturm und Schnee, die SfKbR ist immer „on the Road“.

Um angemessen auf Gefahrensituationen auf der Straße reagieren zu können, haben wir ein Fahrsicherheitstraining beim ADAC absolviert. Schon die Grundlagen über das ergonomische Einstellen des Fahrersitzes und der Spiegel war sehr aufschlussreich.

Danach ging es auf die Piste. Nach zwei, drei gemächlichen Runden, um die Route kennenzulernen stieg mit jeder Übung der Adrenalinspiegel. Angefangen mit Vollbremsungen bei 30, 50 und 70 km/h über Ausweichmanöver vor plötzlich auftauchenden Hindernissen, bis zum Austesten des Antiblockiersystems auf glatter Straße übten wir unter der fachmännischen Aufsicht des ADAC-Trainers das richtige Reagieren auf gefährliche Situationen im Straßenverkehr.

Neben dem sehr wertvollen Training war es auch ein sehr schöner Tag im Kreise der Kolleginnen und Kollegen sowie des Kita-Teams. Bei Pommes und Eis gab es die Möglichkeit sich über allerlei Themen auszutauschen.

Wir freuen uns alle schon auf das nächste Fahrsicherheitstraining, ein großer Dank geht raus an den sehr kompetent ADAC-Trainer!

Zwei Wiesbadener Service-Clubs unterstützen virtuelles Lernen mit einer Spende von 30.000 Euro

Um für Kinder aus Zirkus- und Schaustellerfamilien – die in der Corona-Zeit besonders beeinträchtigt waren – eine digitale Beschulung sicherzustellen, taten sich der Lions Club Wiesbaden und Rotary Club Wiesbaden bereits im vergangenen Jahr zusammen und stellten für die Anschaffung von iPads und interaktiven Bildschirmen in den rollenden Kassenzimmern (Lernmobilen) den großartigen Betrag von 30.000 Euro zur Verfügung. Die Schule für Kinder beruflich Reisender (SfKbR) in Trägerschaft der EVIM Bildung unterrichtet die Kinder im Auftrag des Kultusministeriums in ganz Hessen. Zusätzlich zum Unterricht im Lernmobil bietet sie Online-Unterricht an. Ziel ist es, den Kindern beruflich Reisender häufige Schulwechsel zu ersparen und ihre Bildungschancen zu verbessern.

Foto (EVIM): (v.l.n.r.) Torsten Rudloff (Schulleiter SfKbR), Matthias Loyal, Sabine Groth, Dr. Alfred Rau, Carlos Müller, Waltraud Schuster und Johannes Bühler (beide Lehrkräfte SfKbR) anlässlich der Scheckübergabe am 9. Mai 2022 in Wiesbaden

Die Scheckübergabe im Beisein von rund 50 Club-Mitgliedern, der Geschäftsführung der EVIM Bildung und Lehrkräften erfolgte am 9. Mai 2022 an den Lernmobilen auf dem Campus Klarenthal in Wiesbaden. Präsidentin Sabine Groth (Rotary Club Wiesbaden), Präsident Matthias Loyal und Past-Präsident Dr. Alfred Rau (Lions Club Wiesbaden) würdigten das „spannende Bildungsprojekt“: „Mit unserer Förderung möchten wir dazu beitragen, den Zugang zu Bildung unter diesen besonderen Bedingungen zu erleichtern.“ „Dieses Geld ist wohlinvestiert“, bestätigte Carlos Müller, Geschäftsführer der EVIM Bildung, „denn besonders Kinder in schwer erreichbaren Aufenthaltsorten oder außerhalb von Hessen sowie bei Auslandsaufenthalten können dadurch kontinuierlich den Lehrstoff bearbeiten und lückenlos am Unterricht teilhaben.“

In einem Live-Kontakt mit Schüler:innen via interaktivem Bildschirm im Lernmobil erlebten die Spender:innen unmittelbar, wie wirksam ihre Hilfe ist. Carlos Müller dankte den beiden Wiesbadener Service-Clubs: „Ohne Ihre Unterstützung wären wir nicht so weit, wie wir sind.“ In einem Lernmobil können bis zu sechs Kinder in Präsenz unterrichtet werden. Die digitale Ausstattung ermöglicht es, dass weitere Schüler:innen, die sich mit ihren berufstätigen Eltern an entfernten Orten aufhalten, online am Unterricht teilnehmen können. Die Schule für Kinder beruflich Reisender unterrichtet mit 12 Lehrkräften derzeit rund 80 Stammschüler:innen und pro Jahr rund 300 durchreisende Schüler:innen. Für den Unterricht stehen neun Lernmobile zur Verfügung, die in ganz Hessen unterwegs sind. 

Ein spannender Tag im Senckenberg Museum!

Der 10.03.2022 war ein besonders abenteuerlicher Tag für die Kinder vom Circus Rolina und Circus Alberti. Die Kita für Kinder beruflich Reisender (Kita bR) hat zusammen mit der Schule für Kinder beruflich Reisender (SfKbR) und den Kindern, einen Ausflug nach Frankfurt in das Senckenberg Museum geplant.

Der Tag startete früh als Theresa Saup und Jana Roth die Kinder vom Circus Alberti für den besonderen Ausflug abgeholt haben. Mit einem vollen Auto ging es dann weiter zum Circus Rolina, wo die Lehrerin Frau Schuster bereits mit den Kindern vor Ort den Tag einläutete. Nachdem wir alle startklar waren, ging es für uns mit dem Zug von Bad Vilbel nach Frankfurt. In Frankfurt angekommen haben wir bei strahlend blauem Himmel einen schönen Spaziergang zu dem Museum gemacht. Die Vorfreude der Kinder wurde immer größer, als sie aus der Ferne den ersten Dino vor dem Museum entdeckt hatten.

Nach einem kleinen Picknick in der Sonne, ging es dann endlich rein ins Museum. Drinnen gab es viel zu entdecken. In der Ausstellung des Natur-Museums kann man alles rund um unsere Erde sehen. Vor allem die großen Skelette der Steinzeitriesen und die verschiedenen Tiere dort haben die Kinder stark beeindruckt. In dem Museum gab es einige Möglichkeiten für die Kinder, Wissen über unsere Erde und die Evolution hautnah und interaktiv zu erleben. Über die Skelette der Dinos, sowie alte Fossilien bis hin zu unserem Sonnensystem, der Tiefsee und Meeresforschung gab es Einiges zu erkunden. Nach unserem Besuch im Museum haben wir den Tag bei einem gemeinsamen Mittagessen ausklingen lassen. Vor allem durch die Kooperation der Kita und Schule für Kinder beruflich Reisender, sowie das Zusammenkommen der beiden Circus Familien wurde der Tag für alle unvergesslich. Die Kinder haben so viele Eindrücke bekommen, dass auf der Rückfahrt schon die ersten Augen zugefallen sind.

„Heute Nacht träumen wir alle bestimmt von den Dinos“ – John (4), Circus Alberti.

Ankommen im Internatsgymnasium Bad Harzburg

Nach ihrem erfolgreichen Realschulabschluss an der SfKbR hat sich die Schülerin und Reisende Manjana Frank dazu entschieden, auf ein Internat zu gehen, um ihr Abitur zu machen. Im Folgenden schildert sie ihre ersten Erlebnisse auf diesem Internat.

Mein Traum ist in Erfüllung gegangen: Ich gehe jetzt auf ein Internat, um dort Abitur zu machen. Nach meiner Zeit an der Schule für Kinder beruflich Reisender habe ich mich für das Niedersächsische Internatsgymnasium in Bad Harzburg beworben. Nachdem ich an einem Vorstellungsgespräch teilgenommen und mein Zeugnis eingereicht hatte, wurde ich angenommen und lebe bereits seit dem 1. September 2021 im Internat.

In den ersten Tagen musste ich mich zunächst an die neue Situation gewöhnen, denn ich war das erste Mal in meinem Leben fern von meiner Familie. Deshalb hatte ich in der ersten Tagen ein wenig Heimweh, doch schnell habe ich Spaß an den vielen neuen Möglichkeiten gefunden, die das Internat bot. Da ich jetzt nicht mehr regelmäßig meinen Standort wechseln muss, kann ich in Vereinen oder anderen Organisationen aktiv werden, da solche Gemeinschaften immer an einen festen Standort gebunden sind. Diese Möglichkeit habe ich in Angriff genommen und bin nun Mitglied eines Fußballvereins, wir trainieren zweimal wöchentlich. Wenn mir das nicht ausreicht, besuche ich die internatsinterne Kletterhalle oder den Fitnessraum, der sich ebenfalls im Internat befindet.

Neben dem Sport beschäftige ich mich auch mit der Musik. Ich nehme kostenfreien Klavierunterricht, der von der Schule angeboten wird. Hierfür steht mir das Klavier des Internats zur Verfügung. Nachmittags gebe ich jüngeren Schülerinnen und Schülern Nachhilfeunterricht in Französisch und verdiene so bereits etwas Geld für meinen Führerschein. Wenn ich neben diesen Aktivitäten noch Zeit habe, unternehme ich etwas mit meinen Freunden.

Meine Familie soll dabei aber nicht zu kurz kommen. An den Wochenenden habe ich oft die Möglichkeit, sie zu besuchen. Dennoch bleibe ich auch des Öfteren im Internat, da ich mich sehr gut eingelebt habe und Spaß am selbstständigen Leben entwickelt habe.

An der obersten Stelle steht in meinem Alltag die Schule. Nach der Vorbereitung durch die SfKbR nehme ich problemlos am Unterricht des Internats teil. Mithilfe der gesammelten Kompetenzen, die ich in der SfKbR erlernt habe, erbringe ich schriftlich sowie mündlich gute bis sehr gute Leistungen, die sich auch in meinem ersten Zeugnis widerspiegeln. Darauf bin ich sehr stolz. Da mir Schule Spaß macht, nehme ich aktiv am Unterrichtsgeschehen teil.

Oft werde ich gefragt, warum ich mich für ein Leben auf dem Internat entschieden habe. Ein guter Schulabschluss ist meiner Meinung nach sehr wichtig für meine Zukunft, auch im Hinblick auf die vielen Berufe, die in der Zukunft durch Maschinen und Algorithmen ersetzt werden. Da ein Schulabschluss der Grundstein für den beruflichen Werdegang ist, sollte der Fokus immer darauf liegen. Wenn man beispielsweise studieren möchte, ist das Abitur eine Grundvoraussetzung dafür. Aber auch die Chancen einer erfolgreichen Laufbahn in einem Ausbildungsberuf werden durch das Abitur erhöht. Und das alles wiederum bietet Sicherheit. Letztendlich ist das Geschäft der Reise ein, wenn auch schöner, sehr unsicheren Beruf, der keine Zukunftsgarantie verspricht.

Zuletzt möchte ich noch einen großen Dank an die Schule aussprechen, die ich von der fünften bis zur zehnten Klasse besucht habe. Nur durch die SfKbR kann ich das Leben führen, das ich jetzt lebe. Besonderen Dank gebührt dabei der Lehrkraft, die mich auf diesem Weg als Lehrer und Mentor begleitet hat, Johannes Bühler.

Alle, die schulisch einen höheren Bildungsabschluss anstreben, möchte ich hiermit dazu ermutigen, die Möglichkeit eines Internats zu nutzen. Wenn man sein Ziel fest vor Augen hat und fleißig lernt, kann alles erreicht werden.

Beim Musizieren und mein erstes Zeugnis an der Oberstufe

BeKoSch Nidda und Schule für Kinder beruflich Reisender (SfKbR)

Die starken Bildungspartner aus Hessen für den Schausteller- und Zirkusnachwuchs.

Es ist schon etwas Besonderes, was da im Januar an der Beruflichen Schule Oberhessen stattfand.
Der Ausbildungsleiter für die bundesweite berufliche Bildung beruflich Reisender, Mathias Michl, lud Torsten Rudloff, Schulleiter der Schule für Kinder beruflich Reisender und sein Kollegium zum Besuch und zur Hospitation nach Nidda in die Ausbildungskurse von BeKoSch ein.

Wie ein Bild der Einigkeit präsentierten sich sogleich die vielen Lernmobile der hessischen Reiseschule aus Wiesbaden auf dem Parkplatz der Beruflichen Schule Oberhessen, dem Standort von BeKoSch Nidda.

Nachdem Herr Michl seine Kollegen aus ganz Hessen herzlich willkommen hieß, ging es sogleich in die Thematik und Hospitationen der IHK-Ausbildungskurse Einzelhandel, Verkäufer und duales Studium.
Die Schausteller- und Zirkusjugendlichen im Kurs Verkäufer/in IHK sowie des Einzelhandels standen dabei im Mittelpunkt der Fragen der hessischen Bereichslehrer. Fragen zum Präsenzlernen, Distanzlernen und viele andere Fragen antworteten die Jugendlichen sachlich und gaben ein gutes Allgemeinbild der hessischen beruflichen Bildung wieder.

Am Ende des Tages stand fest, die erste Hospitation der hessenweiten Bereichslehrer war großartig angenommen worden. Mit vielen Informationen im Gepäck und dem einen oder anderen Denkanstoß verließen dann alle Lernmobile wieder die Stadt Nidda in Richtung ihrer Standorte.

Sollten auch Sie Interesse an einem der kommenden Ausbildungskurse zum Einzelhandelskaufmann/ -kauffrau (IHK), Verkäufer/ Verkäuferin (IHK) oder an einem dualen Studium haben, dann senden Sie bitte eine Email mit der Angabe Ihrer Adresse, Ihres Alter und der Art des Schulabschlusses an: schausteller.info@web.de.

Im Bild die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von BeKoSch Nidda 2022 mit dem Ausbildungsleiter Mathias Michl, dem Schulleiter (SfKbR) Torsten Rudloff und den Bereichslehrern aus Hessen

Text- und Bild: Mathias Michl