Das Digitale Schultagebuch

Hessen startet als erstes Bundesland

Jeder reisende Schüler kennt ihn, den blauen Ordner des offiziellen Schultagebuches. Dort tragen die oftmals im wöchentlichen Wechsel besuchten Stützpunktschulen den Schulbesuch der Zirkus- und Schautellerkinder ein.

Zum 01.11.2020 startete DigLu, das digitale Schultagebuch. Es handelt sich um ein Projekt der Kultusministerkonferenz. Neben der Umstellung vom klassischen Papiertagebuch auf eine digitales Format bietet die Lernplattform viele zusätzliche Features. Die direkte Kommunikation zwischen Schulen, Eltern, Schülern und Bereichslehrkräften. Lernpläne und Unterrichtsmaterialien können darin hinterlegt und jederzeit abgerufen werden. Eltern, Schüler und Lehrkräfte können von jedem Ort der Republik aus mit ihrem Smartphone das digitale Schultagebuch einsehen.

Da Hessen mit der Schule für Kinder beruflich Reisender eine feste Stammschule für Zirkus- und Schaustellerkinder hat, war es uns möglich, als erstes Bundesland in die Pilotphase des KMK Projektes digitales Schultagebuch zu starten. Darauf sind wir sehr stolz!

Sie möchten mit Ihrer Familie das digitale Schultagebuch nutzen? Schreiben Sie uns an! Mehr Infos hier: https://www.diglu.de/

SfKbR-Schülerin erhält ein Stipendium der Joachim Herz Stiftung

Unsere Schülerin hat einen eindrücklichen, selbstreflektierten Einblick in den spannenden Tag der Entscheidung verfasst. Vielen Dank, dass wir diesen Text veröffentlichen dürfen:

Als ich zu einem Bewerbungsgespräch für das Schülerstipendium der Joachim Herz Stiftung nach Hamburg eingeladen wurde, konnte ich mein Glück zunächst kaum glauben. Wenn man für dieses Schülerstipendium angenommen wird, erhält man zur Unterstützung der schulischen Bildung bis zum Absolvieren des Abiturs/Fachabiturs einen monatlichen Betrag von 180€, zudem werden zahlreiche Seminare angeboten. Doch zur selben Zeit wusste ich auch, dass ein sehr anstrengender und stressiger Tag vor mir stand. Ich hatte mich für das Stipendium beworben, doch in der letzten und entscheidenden 3ten Runde des Auswahlverfahrens musste ich präsent in Hamburg auftreten und eine Jury von meinen Qualitäten als Stipendiatin überzeugen. Damals konnte ich natürlich nicht erahnen, dass ich für das Schülerstipendium angenommen werden würde, denn ich hatte große Zweifel an meiner Selbstpräsentation.

Nachdem ich mit dem PKW in Hamburg angekommen und im Motel eingecheckt habe, haben ich und meine Familie die Stadt Hamburg angesehen, denn meine Familie hat sich entschlossen, mich zur Unterstützung nach Hamburg zu begleiten. Jedoch konnte ich mich nicht entspannen, ich musste die ganze Zeit daran denken, dass ich bald in einem Bewerbungsgespräch Fragen zu meiner schulischen Situation, meinen Interessen und meiner Familie beantworten würde. Die Aufregung hat mich beinahe aufgefressen. Rückblickend hat mir diese Aufregung im Endeffekt nur einen schönen Aufenthalt in einer großen Stadt gekostet, in der ich noch nie zuvor war.

In der Motel Lobby vor kurz vor dem Bewerbungsgespräch 😉

Ich habe mich wie in einer Mail angekündigt 15-20 Minuten mit 2 Mitarbeitern des Stipendiums unterhalten, die mir zu allen möglichen Dingen Fragen gestellt haben. Auf die meisten Fragen war ich überhaupt nicht vorbereitet, obwohl ich über alle möglichen Fragen nachgedacht habe, die mir gestellt werden könnten. Ich habe versucht, alles richtig zu machen: Ich habe darauf geachtet langsam zu reden und nicht zu stottern, mich sehr konkret auszudrücken sowie allgemein selbstbewusst zu wirken. Außerdem habe ich meinen gesamten Bildungsweg mit Jahreszahlen auswendiggelernt. Aber Sobald mir eine Frage gestellt wurde, habe ich sie sofort beantwortet und habe mir keine Zeit gelassen, um über die Frage nachzudenken, weil ich nicht unsicher wirken wollte oder unseriös durch den dabei möglicherweise entstehenden wortlosen Zeitraum. Manchmal habe ich einen Satz begonnen, und habe vergessen wie ich ihn angefangen habe und einmal habe ich während dem Reden die Frage der Jury vergessen, weil ich sosehr darauf geachtet habe, eine hochgestochene Wortwahl voller Fachwörter zu benutzen. Und zu meinem Bildungsweg mit Jahreszahlen wurde ich nicht gefragt. Als das Gespräch vorbei war, wurde ich von einer Stipendiatin nach draußen begleitet

Bei den Vorbereitungen auf das Bewerbungsgespräch hatte ich unbewusst das Bild im Kopf, dass die Jury der Feind war, gegen den ich quasi „kämpfen“ musste. Ich dachte, die Fragen, die sie mir stellen, werden eine Art Test sein in dem es nur richtig und falsch gibt. Nach dem Bewerbungsgespräch hat sich meine Meinung geändert: Nun weiß ich, dass der Feind nicht die Jury ist, denn die Fragen die mir gestellt wurden, waren entgegen meiner Erwartungen nicht herausfordernd oder prüfend, in der Art: „weißt du was die dritte Wurzel von 64 ist?“. Ich weiß nun, dass der eigentliche Feind meine Angst war, die mir Steine in den Weg gelegt hat. Das mag vielleicht wie ein Klischee klingen, aber in meinem Fall ist es durchaus zutreffend.

Als ich das Gebäude der Joachim-Herz-Stiftung verlassen habe, hatte ich ein gutes Gefühl. Vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass von 150 Bewerbern 100 angenommen werden, standen die Chancen gut, angenommen zu werden. Aber je mehr ich über meine Fehler nachgedacht habe, desto unsicherer wurde ich. Natürlich habe ich Fehler gemacht, aber diese Fehler waren der Aufregung geschuldet, die jedem droht, der sich auf dem Weg zu seinem ersten Bewerbungsgespräch macht, somit also auch den anderen Bewerbern für das Joachim-Herz Stipendium. Schlussendlich konnte ich die Jury doch überzeugen, dass ich die richtige Bewerberin für das Stipendium bin.

Bist eine coole Socke, bleib wie du bist, viel Glück bei deinem Vorhaben lieber/e Leser/in und bis dann, oder wie es die Hamburger sagen würden: Moinsen Karlchen!

Ev. Studienwerk Villigst

Liebe Familien, liebe Schüler,

jetzt ist es schon 3 Jahre her, seitdem ich den Online Unterricht an der SfKbR abgeschlossen, und auf meiner weiteren Schullaufbahn tatkräftig unterstützt wurde. Mein Name ist Jacqueline Frank, und mich verbinden mit der SfKbR mehrere Jahre Zusammenarbeit und positive Erinnerungen.

Dennoch: Nach dem Abschluss ist es für mich nicht vorbei. Ich habe nun mein Studium begonnen und werde mir damit einen langjährigen Traum erfüllen. Viele von euch mögen nicht über ein Studium nachgedacht haben; sei es des Geldes, der großen Umstellung oder der Benachteiligung wegen, die wir als reisende Nicht-Akademiker gegenüber akademischen Familien haben. Aber ihr seid nicht allein! Auch ich war mit diesen Hürden konfrontiert und konnte sie meistern, aufgrund meiner Familie, meiner Schule und: Dem Evangelischen Studienwerk Villigst.

Wie ich dem Evangelischen Studienwerk begegnet bin und meine Talente einbringen konnte, und was auch euch erwarten kann, wenn ihr begabt seid und von der ideellen und finanziellen Studienstiftung profitieren wollt, erfahrt ihr hier.

Am Tag meiner Abiturfeier, zusammen mit Herrn Bühler von der SfKbR

Das Evangelische Studienwerk ist das Begabtenförderwerk der evangelischen Kirchen in Deutschland. Hier werden ca. 1 200 Studierende umfassend gefördert, darunter auch ich. Ich habe sehr früh während meiner Zeit in der Oberstufe von Villigst erfahren und mich auf ein Stipendium beworben. Ich war in meiner Schulzeit vielen außerschulischen Aktivitäten nachgegangen und konnte daher die Teilnahme an Wettbewerben, Praktika und vor allem sozialen Projekten geltend machen.

Im Auswahlzeitraum habe ich anschließend das Studienwerk kennengelernt. Vor allem in der Hauptauswahl lernt man viele Stipendiaten kennen – und man kommt in Kontakt mit anderen Bewerbern. Es wird schnell klar: Hier hat jeder etwas drauf, mal war einer im Landtag, einer hat schon ein eigenes kleines Unternehmen geführt – und eine programmiert schon, seitdem sie im Grundschulalter ist. Die Menschen sind unglaublich, der Umgang ist respektvoll und die Gespräche sind etwas ganz Besonderes. Hier kann man über seinen Glauben reden und wird ernst genommen, man trifft auf viele Gleichgesinnte und kann sich in einer toleranten Umgebung austauschen.

Es ist also kein Wunder, dass es mich wahnsinnig gefreut hat, dass ich mich künftig einer solchen Gruppe Menschen zugehörig fühlen kann. Das Förderprogramm von Villigst ist besonders groß, und der Stellenwert der Mitglieder ist aufgrund der umfangreichen stipendiatischen Gremien höher als bei anderen Stipendien. Mit einem Fördergeld nach BaföG-Satz von bis zu 744 Euro monatlich plus 300 Euro Büchergeld kann man sich außerdem problemlos auf das Studium und die Verfolgung aller möglichen sozialen Projekte kümmern. Die neue Sicherheit, sich ganz entfalten zu dürfen, kann ich dafür nutzen, an meiner Uni dem Studentenrat beizutreten und bei Foodssharing-Gruppen und Patenprogrammen für Studierende mit Migrationshintergrund mitzumachen. Aber auch Tanzkurse und Schreibprojekte haben Platz in meinem Unialltag. Selbst da hört die Förderung nicht auf, denn die Förderung von Auslandsaufenthalten, Sozialsemester und die jährliche Sommeruniversität gehören zu den Programmen, auf die ich mich freuen darf!

Wer also viel im Kopf, aber wenig in der Tasche, sollte sich Villigst auf jeden Fall mal anschauen. Hier geht’s zum Evangelischen Studienwerk: https://www.evstudienwerk.de/

Ausflug ins „Wortreich“

Heidrun Börner besuchte mit ihren Schülerinnen und Schülern das Wortreich, die Wissens- und Erlebniswelt für Sprache und Kommunikation in Bad Hersfeld.

Schiffe versenken mit „Wörterschiffen“ – auch die Mütter eifern mit!
Chiara und Timo im „Studio SfKbR“
Hier wurde die Stimmungslage und das Alter eingeschätzt – fröhlich aber schon 38 Jahre alt?

Meine Begegnung mit dem Calliope Mini

Auf der Suche nach Computer Grundkursen, bin ich auf MatheDigital gestoßen. Ein Computerkurs in Kronberg der sich damit beschäftigt, mit dem Calliope Mini und MakeCode Editor eigene Programme zu erschaffen und ein grundlegendes Programmierverständnis zu entwickeln.

Doch zuerst stand die Frage offen, was dieser Calliope Mini eigentlich ist. Diese Frage wurde mir in dem zweitägigen Kurs beantwortet.

Als ich und die anderen Kinder bei dem Kurs ankamen, wurden wir zuerst durch das Gebäude geführt, in dem der Computerkurs stadtfinden würde. Danach wurden uns die Regeln nahegebracht, die wir einhalten mussten, um nicht aus dem Kurs zu fliegen. Das mag vielleicht etwas streng klingen, aber solange man sich benahm, gab es keinen Grund zur Beunruhigung, denn die Projektleiter des Kurses waren sehr nett und offen für Fragen.

Der Großteil unserer Arbeit bestand neben den uns gestellten Aufgaben daraus, eigene Programme für den Calliope Mini zu entwerfen. Hierfür gibt es unzählige Möglichkeiten. Um sich diesen Möglichkeiten bewusst zu werden, ist es gut sich ein Bild vom Calliope Mini zu machen.

Der Calliope Mini verfügt über einen Lautsprecher sowie einen Tastsensor um Beispielsweise eine Alarmanlage zu bauen. Er besitzt die Steuerungsmöglichkeiten A, B, A&B zur selben Zeit drücken, den Calliope nach links neigen, nach rechts neigen sowie schütteln und vieles mehr.
Der Calliope Mini hat einen Minuspol und einen Pluspol, den man unterschiedlich nutzen kann. Im Kurs haben wir z.B. mithilfe von Kupferband damit Lichter leutchen lassen.
In der Mitte des Calliope befindet sich 5×5 LED Lichter, die man aufstrahlen lassen kann. Somit kann man einen kleinen Film darauf abspielen oder Mithilfe der Steuerungsmöglichkeiten ein Videospiel entwickeln. Wir haben zum Beispiel Snake oder Schere, Stein, Papier spielen können.
Nachdem man den Kurs absolviert hatte, stand es einem offen, ob man sich den 40€ teuren Calliope nun kaufen wollte. Aber Spaß hat mir der Computerkurs auf jedem Fall gemacht.

Besuch im Mathematikum

Am 14.02.2019 besuchten wir das Mathematikum in Gießen. Dort gibt es über 170 mathematische Experimente und Demonstrationen mathematischer Formeln, wie dem Satz des Phytagoras oder den Sinus- und Kosinussatz zu sehen.

Wir haben viele der 170 Experimente getestet, hatten Spaß und lernten viel dazu.

Insgesamt hat und der Besuch im Mathematikum sehr viel Spaß bereitet und ich empfehle jedem dem Mathematikum einen Besuch abzustatten.

Berufsparcous 2018

Von Kindesbeinen an erleben unsere Schüler*innen welche Fähigkeiten und Fertigkeiten für die verschiedenen Arbeiten im Circus oder als Schausteller gefordert werden.

Auch in diesem Schuljahr bestand für unsere Schüler*innen ab Klasse 7 wieder die Möglichkeit am Berufsparcours der Schule am Geisberg in Wiesbaden teilzunehmen und so auch in andere Berufsbereiche hinein zu schnuppern.

An verschiedenen Stationen konnten sie sich in überschaubaren Übungen ausprobieren. Die dabei vorgestellten Berufsfelder reichten von Handwerk über Gastronomie bis hin zum medizinischen Bereich.

Die durch einen sehr kompetenten Kollegen der Schule am Geisberg vorbereitete und betreute Veranstaltung machte allen viel Freude.

SfKbR-Sommerfest 2018

Unter guten Sternen stand unser diesjähriges Sommerfest. Weder war es zu heiß, wie an vielen anderen Tagen in diesem Jahr, noch kam es zu Starkregen oder anderen Wetterextremen. Entsprechend gut besucht war das Fest mit vielen Gästen aus Circus, Schaustellergewerbe sowie Institutionen, die mit unserer Schule verbunden sind.

Bei idealem Wetter begann das Fest mit einer kleinen Andacht bei der Pfarrer Loyal die Anwesenden zum sorgsamen Umgang mit den Ressourcen der Erde aufrief.

Insgesamt wurden acht Schüler und Schülerinnen aus der Schule entlassen und ihre Leistungen gewürdigt. Sechs Erstklässler konnten wir neu begrüßen.

Nach einer Stärkung mit Grillwurst, Salaten und/oder Kuchen nahmen die Schülerinnen und Schüler mit großer Begeisterung an den alternativen Bundesjugendspielen teil.

Dass alle sich wohlfühlten zeigten die zahlreichen Gespräche, die teilweise sogar über das offizielle Ende des Festes andauerten.

Ausflug zum Kletterwald

Am letzten Mittwoch um 10:00 Uhr fuhren wir mit der S-Bahn von Frankfurt-Praunheim nach Offenbach in den Kletterwald „Fun Forest“. Bevor wir ankamen, mussten wir etwa zehn Minuten vom Bahnhof laufen.

Nach der Ankunft bezahlten wir den Eintrittspreis und bekamen dann die Ausrüstung zum Klettern. Es waren Helme und Klettergurte mit verschiedenen Karabinern zum Sichern. Ein Mitarbeiter gab uns anschließend eine Einweisung zur sicheren Handhabung. Nun ging es los und wir suchten uns eine ertse Kletterstation aus. Es gab viele verschiedene Kletterelemente in einer Höhe von bis zu ca. 15 Metern. Auf unserem Weg mussten wir Brücken überqueren, an Seilen rutschen und andere Hindernisse überwinden. Zwischendurch machten wir eine Imbisspause und kauften uns am Kiosk eine Portion Pommes. Gegen Ende zog ein Gewitter auf. Zum Glück wollten wir sowieso gerade gehen und es störte uns nicht.

Abschließend nahmen wir den gleichen Weg zurück nach Hause wie zuvor und kamen gegen 16:00 Uhr dort an. Es war ein schöner und erlebnisreicher Tag.